Stellungnahme zur Regionalplanung Windenergie

Teilregionalplan Windenergie – Regionalverband Mittlerer Oberrhein
Als CDU Fraktion im Ortschaftsrat Heidelsheim unterstützen wir den Ausbau von Windkraft und akzeptieren die Notwendigkeit, im Ausgleich für Regionen ohne ausreichendes Windaufkommen

oder ohne regelgerecht ausweisbare Flächen manche Gemeinden mit überdurchschnittlich hohen Flächenausweisungen über 1,8% der Gesamtfläche für Windkraftanlagen zu belasten.
Die konkrete Planung halten wir aber in der Sache für weit über ein akzeptables Maß hinaus überzogen, und in der Art ihres Zustandekommens über die Köpfe der betroffenen Bevölkerung und ihrer Vertretung durch Ortschaftsräte, Stadtverwaltung und Oberbürgermeisterin hinweg für nicht hinnehmbar.
  • wir sind enttäuscht, in der aktuellen Vorlage keine angemessene Berücksichtigung der in Bruchsal und seinen Ortsteilen mit erheblichem Einsatz von Verwaltung, politischer Vertretung und Bürger:innenbeteiligung erarbeiteten, detaillierten Vorschläge zu finden
  • wir haben kein Verständnis dafür, dass von der Stadt detailliert vorgetragene Sachargumente gegen die Ausweisung einiger Flächen in der Gemarkung Heidelsheim nicht aufgenommen wurden, während gleichzeitig Flächen, die wir für akzeptabel hielten, in der aktuellen Planung nicht mehr ausgewiesen werden (zB weiterhin Ausweisung der von der Stadt abgelehnten Flächen in Teilfläche #2 der Stellungnahme vom 15.1., aber keine Ausweisung der Fläche südlich von Teilstück #9).
  • wir unterstützen ausdrücklich die von Oberbürgermeisterin Petzold-Schick in ihrer Stellungnahme vom 15.1. formulierten Forderung nach stärkerer Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten und ihre Warnung vor Überlastung einzelner Schwerpunkträume mit vielen Vorranggebieten.
  • wir sehen insbesondere für Heidelsheim, Helmsheim und Obergrombach eine massive Überlastung nicht nur in visueller Hinsicht, sondern auch in der räumlichen Umzingelung der Ortsteile und dem unverhältnismäßigen Verbrauch von Waldfläche für Windräder und ihre Erschließungsinfrastruktur (Straßen und Stromtrassen) im Gegensatz zu anderen Flächen.
  • wir halten diesen Vorschlag in seinem aktuellen Umfang unseren Mitbürger:innen nicht für vermittelbar, die den örtlichen Wald als einen der wenigen relativ gesund verbliebenen lokalen Naturräume wahrnehmen, auch als wertvolles Naherholungsgebiet und überregional als eine der wenigen Übergangsmöglichkeiten für Wildtiere über Schnellbahntrasse und andere Verkehrsadern.
  • die von uns weiterhin geteilte Absicht, regenerative Energien im Allgemeinen und Windkraft im Besonderen in für die Klimaziele ausreichendem, wirtschaftlichem und auch lokal verkraftbaren Rahmen auszubauen, ist für uns dadurch nicht mehr glaubwürdig zu vertreten gegenüber der Kritik, dass hier Lasten auf einige wenige betroffene Ortschaften konzentriert werden, die im politischen Entscheidungsverfahren einfach kein Gehör finden, weil sie nicht laut genug widersprechen können.
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