Aus dem Ortschaftsrat: Mai 2024

Donnerstag Markttag, und Windkraftplanung

Bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung ging es um die gemeinsame Ausschreibung von Waldflächen, die von der Stadt Bruchsal und den staatlichen Forsten (ForstBW) für den Bau von Windenergieanlagen (WEA) zur Verfügung gestellt werden sollen.

Formal handelt es sich um die in der Stellungnahme der Stadt vom April 2024 so genannte Teilfläche 1 im Gebiet Nord-Ost. ForstBW stellt dafür auf Kraichtaler Gemarkung 135,3 ha und die Stadt 75,7 ha auf Heidelsheimer Gemarkung zur Verfügung.

Diese Flächen sind deutlich größer, als sie unmittelbar für den  Bau der WEA benötigt werden. Dies ist offenbar üblich, erlauben sie doch einem Projektierer von WEA das Eingehen auf natürliche Gegebenheiten wie Windverhältnisse und Topographie. Darüber hinaus ermöglichen größere Pachtflächen höhere Einnahmen für den Grundeigentümer.

Es gibt aber die ausdrückliche Zusage von Stadtverwaltung und Gemeinderat, dass westlich der Schnellbahn keine städtischen Flächen für den Bau von WEA in Anspruch genommen werden.

Charlotte Klingmüller vom Stadtplanungsamt erläuterte den vorgesehenen Ablauf des Ausschreibungsverfahrens. Danach soll Mitte Juni der Flächenreservierungsvertrag zwischen Stadt und ForstBW geschlossen werden. Mitte Juni ist die Ausschreibung der Flächen geplant. Der Eingang der Angebote von interessierten Projektierern ist bis Ende August terminiert. Die Angebote sollen bis Mitte September ausgewertet sein, so dass Anfang Oktober der Gestattungsvertrag zwischen Stadt/ForstBW einerseits und dem ausgewählten Projektierer unterzeichnet werden könnte.

Marcel Plitt bejahte die Frage von Ortsvorsteher Uwe Freidinger, ob der Rückbau der WEA finanziell gesichert sei. Von dem Projektierer müssen bei Vergabe Bank- bzw. Konzernbürgschaften vorgelegt werden. Zum Ausgleich der Eingriffe in den Wald, will die Stadt dem Investor auferlegen, ein Mehrfaches der in Anspruch genommenen Flächen neu aufzuforsten. Die Mitglieder erklärten sich unisono mit der dargestellten Vorgehensweise einverstanden.

Von anwesenden Besuchern wurden verschiedene Themen angesprochen. So wurde Fragen nach dem Termin einer Gewässerschau, zum Stand des Regenrückhaltebeckens am Saalbach und zum Lückenschluss des Radwegs zwischen Heidelsheim und Helmsheim gestellt.

Ortschaftsrätin Sigrid Gerdau fragte nach einer Stellungnahme der Stadt zu ihrer Anregung, die Stadtteilbuslinie über das Helmsheimer Gewerbegebiet zu den dortigen Märkten fahren zu  lassen.

Jörg Becker hielt das Hinweisschild auf den Kindergarten in der Kastellstraße nach dessen Umzug für überflüssig. Er regte auch an, vor der Freibadesaison die Parksituation im Umfeld von Halle und Bad zu prüfen.

Martina Füg wollte geprüft haben, ob die vom Römerplatz in die Altenbergstraße verlagerten Altkleider- und Glaskontainer dort bleiben könnten.

Ortsvorsteher Freidinger informierte den Ortschaftsrat über den probeweise für vier Wochen installierten Wochenmarkt auf dem Marktplatz. Dort haben drei Anbieter immer am Donnerstag die Erlaubnis, ihre Stände aufzubauen.

(goe)

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